Private Unfallversicherung: Funktionsunfähigkeit eines Armes

Rechtsanwalt für Sozialrecht
15.08.2012
Das Brandenburgische Oberlandesgericht hat entschieden, dass trotz einer bleibenden Restfunktion eines Armes für die Herstellung des körperlichen Gleichgewichts eine vollständge Funktionsunfähigkeit des Armes im versicherungsrechtlichen Sinne vorliegen kann.

Krankentagegeldversicherung: Arbeitsunfähigkeit nach Bandscheibenvorfall

Rechtsanwalt für Sozialrecht
14.08.2012
Das Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt hat entschieden, dass bei einem selbstständigen Viehhändler die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Leistungsanspruchs gegen die private Krankentagegeldversicherung aufgrund eines Bandscheibenvorfalls vorliegen.

Beamtenrecht: Aberkennung des Ruhegehalts eines Polizeibeamten

Rechtsanwalt für Sozialrecht
14.08.2012
Das Verwaltungsgericht Trier hat in einem ganz aktuellen Verfahren einem Polizisten das Ruhegehalt aberkannt, nachdem er sich des Verschaffens und des Besitzes von kinderpornographischen Materials schuldig gemacht hatte.

OEG: Kein Anspruch auf Opferentschädigung der erkrankten Mutter nach Ermordung der Tochter

Rechtsanwalt für Sozialrecht
13.08.2012
Ein Versorgungsanspruch nach den Vorschriften des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) besteht nicht, wenn die psychische Erkrankung der Klägerin zwar letztlich auch Folge der Ermordung ihrer Tochter ist, aber nicht unmittelbar mit dem Mord zusammenhängt, sondern auf den nach dem Mord veränderten Lebensumständen beruht.

Arbeitslosenversicherung: Keine Sperrzeit bei mündlich geschlossenem Vertrag

Rechtsanwalt für Sozialrecht
10.08.2012
Das Sozialgericht Heilbronn hat in einem Verfahren entschieden, dass ein Arbeitnehmer dann keine Sperrzeit für den Erhalt von Arbeitslosengeld zu fürchten hat, wenn ein zunächst mündlich geschlossener Vertrag in seiner schriftlichen Ausfertigung hinsichtlich des Arbeitsumfanges wesentlich vom mündlichen Vertrag abweicht und dem Arbeitnehmer daraufhin gekündigt wird. Die Entscheidung ist folgerichtig und betont die Gleichwertigkeit von schriftlichen und mündlichen Verträgen.

Zulassungsrecht: Sofortiger Entzug der Dialysegenehmigung

Rechtsanwalt für Sozialrecht
09.08.2012
Einem Arzt kann die Genehmigung für die Durchführung von Dialysebehandlungen mit sofortiger Wirkung entzogen werden, wenn jetzigen und künftigen Patienten aufgrund der fachlichen Ungeeignetheit des Arztes konkret Gesundheitsschäden drohen.

Elterngeld und Selbständigkeit: Anrechnung von Einnahmen während des Elterngeldbezuges

Rechtsanwalt für Sozialrecht
08.08.2012
Das Bundessozialgericht hat mit nun veröffentlichtem Urteil vom 05.04.2012 entschieden, dass Einnahmen, die selbständig Erwerbstätigen während des Elterngeldbezuges aus Tätigkeiten vor dem Elterngeldbezug zufließen, auf das Elterngeld anzurechnen sind. Die Begründung ist nicht nachvollziehbar, das Urteil zu kritisieren.

Unfallversicherung: Betriebsweg entfällt bei Abweg in entgegengesetzter Richtung

Rechtsanwalt für Sozialrecht
07.08.2012
Versicherte fallen nicht mehr unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie sich auf einem Betriebsweg - abgelenkt durch eine Unterhaltung- auf einen Weg begeben, der in entgegengesetzter Richtung zum Betriebsziel liegt. Dies hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) im Falle zweier Kläger entschieden, die während der Überführung eines Betriebsfahrzeuges einen Verkehrsunfall erlitten.

Krankheit im Urlaub: Krankschreibungsregeln gelten wie an normalen Arbeitstagen

Rechtsanwalt für Sozialrecht
05.08.2012
Viele Arbetnehmer befinden sich momentan im verdienten Sommerurlaub. Aus diesem Anlass weise ich darauf hin, dass insbesondere die Regelungen über die Krankschreibung auch im Urlaub fortgelten. Der Arbeitnehmer muss vor allem seinen Informationspflichten rechtzeitig nachkommen.

Berufsunfähigkeit: Keine Anfechtung des Vertrages bei zu schnellem Vorlesen von Gesundheitsfragen

Rechtsanwalt für Sozialrecht
02.08.2012
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat entschieden, dass ein Berufsunfähigkeitsversicherer nicht dazu berechtigt ist, den Versicherungsvertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten, wenn beim Vertragsschluss die betreffenden Gesundheitsfragen so schnell vorgelesen wurden, dass der Versicherte nicht hinreichend in der Lage war, sie zu verstehen.